Energie sparen

Energie sparen, Umwelt und Klima schonen

Private Haushalte sehen sich mit ständig steigenden Energiekosten konfrontiert. Die Kosten für die Heizung und den Strom kennen Jahr für Jahr nur eine Richtung: nach oben. In manchen Jahren liegen die durchschnittlichen Tariferhöhungen bei 5 Prozent und mehr. Das basiert auf vielfältigen Ursachen. Beim Strom sorgt zum Beispiel die Energiewende für höhere Preise. Verbraucher sollten diese Kostensteigerungen nicht tatenlos hinnehmen. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, mit denen sie Strom- und Heizkosten sparen. Sie schonen fortan ihren Geldbeutel. Zudem reduzieren sie den Ausstoß an dem klimaschädlichen CO2. Finanzielle Entlastung sowie die Reduktion von CO2 und damit mehr Umweltschutz gehen beim Energiesparen Hand in Hand.

Der größte Kostenpunkt: die Ausgaben für die Heizung

Ein Blick auf die Nebenkostenabrechnung zeigt, dass fast jeder Haushalt bei den Energiekosten am meisten für seine Heizung bezahlt. Entsprechend besteht beim Heizen ein erhebliches Einsparpotenzial. Zwei grundsätzliche Lösungswege stehen Verbrauchern offen:

Sie verändern ihr Heizungsverhalten
Hauseigentümer können zusätzlich bauliche Maßnahmen für eine bessere Wärmedämmung umsetzen

Das Heizverhalten optimieren

Mieter können Heizkosten sparen, wenn sie ihren Verbrauch durch ein klügeres Heizen verringern. Für Investitionen in eine effizientere Wärmedämmung ist der Vermieter verantwortlich. Aber auch mit einem angepassten Heizverhalten können sie ihren Energieverbrauch deutlich senken. Eine beachtliche Rolle spielt das richtige Lüften. Experten empfehlen das Stoßlüften. Bewohner lüften mehrmals täglich für wenige Minuten die gesamte Wohnung durch, sie öffnen alle Fenster vollständig. Auf diese Weise gelangt in kurzer Zeit viel frische Luft in die Räume. Die Heizungen schalten sie währenddessen aus. Das erweist sich als ansprechende Alternative zu gekippten Fenstern. Bei einem gekippten Fenster kommt kaum frische Luft in die Wohnung, zugleich geht aber in erheblichem Ausmaß Wärmeenergie verloren.

Zusätzlich sollten Verbraucher zielgerichtet heizen. Das Durchheizen über Nacht ist Energieverschwendung, zu dieser Tageszeit genügen geringe Zimmertemperaturen. Auch beim Verlassen der Wohnung sollten Bewohner alle Heizungen herunterdrehen. Oftmals vergessen sie das jedoch. Wertvolle Hilfe leisten Thermostate mit Zeitschaltuhr. Nutzer stellen exakt ein, wann die unterschiedlichen Heizkörper für welche Temperaturen im Gebäude sorgen sollen. Sie können sich dann zum Beispiel morgens über ein aufgeheiztes Badezimmer freuen, nachts regulieren die Heizungen automatisch herunter. Diese Thermostate kosten nicht viel, die Anschaffung zahlt sich aus. Verbraucher können nachhaltig Energie sparen, ohne auf Lebensqualität verzichten zu müssen.

In Wärmedämmung investieren und weniger Energie verbrauchen

Außenwände, Keller, Dachstuhl, Fenster und Haustüre: Über diese Baukomponenten entschwindet in Altbauten ein relevanter Anteil an Energie. Wollen Hausbesitzer ihren Energieverbrauch senken, sollten sie an diesem Punkt absetzen. Ein Energieberater identifiziert mit einer Wärmebildkamera, wo die meiste Wärmeenergie austritt. Diese professionelle Unterstützung lohnt sich, wenn Eigentümer das Problem nicht selbst feststellen können. Teilweise liegt es aber auf der Hand, unter anderem bei uralten und zugigen Holzfenstern.

In vielen Fällen minimieren Besitzer die Wärmeverluste mit neuen Fenstern und Haustüren. Vielfach versehen sie zudem die Außenwände, den Keller und den Dachstuhl mit Wärmedämmmaterialien. Mittlerweile wählen sie aus zahlreichen Varianten, die sich innen, außen oder innerhalb des Mauerwerks anbringen lassen. Geschäumte Kunststoffe, mineralische Fasern und pflanzliche Rohstoffe sind wenige Beispiele. Die Montageart unterscheidet sich ebenfalls. Manche Dämmmaterialien montieren Handwerker als Platten, andere blasen sie in Hohlräume ein. Der ideale Dämmstoff hängt von mehreren Faktoren ab, bei einem Altbau verdienen die baulichen Rahmenbedingungen Aufmerksamkeit. Bei einem Neubau agieren Bauherren flexibel.

Strom sparen: Diese Tipps helfen

  1. Gestiegene Strompreise belasten die Haushaltskasse ebenfalls. Auch dagegen können Verbraucher vorgehen. Mit vielen Energiesparmaßnahmen reduzieren sie ihre Heizkosten deutlich. So fragt sich, wie sie ihre Wohnung beleuchten. Moderne LED-Lampen verbrauchen rund 85 bis 90 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Dank des technischen Fortschritts erzeugen LED-Lampen inzwischen hochwertiges Licht, das mit dem Licht von Glühbirnen qualitativ problemlos mithalten kann. Ein weiterer finanzieller Vorteil kommt hinzu: LED-Leuchtmittel kosten zwar mehr, dafür übertreffen die Lampen die Lebensdauer von Glühbirnen bei weitem. Gute Modelle erreichen eine Lebensdauer von 25.000 bis 50.000 Betriebsstunden. Der Austausch ist erst in vielen Jahren notwendig.
  2. Wer Energie sparen möchte, sollte sich mit dem Stromverbrauch elektrischer Geräte befassen. Vor allem alte Haushaltsgroßgeräte wie ein Kühlschrank und ein Herd lassen den Stromverbrauch nach oben schnellen. Oftmals senken Verbraucher mit einem Austausch ihre Stromkosten so stark, dass sich der Kauf eines neuen Geräts nach einer überschaubaren Zeitspanne auszahlt. Bestenfalls begutachten sie die Bedienungsanleitungen ihrer Geräte, dort finden sie Angaben zu dem jeweiligen Strombedarf. Alternativ können sie ein Strommessgerät zwischen Kühlschrank und Co. sowie Steckdose schalt
  3. Eine Waschmaschine erwärmt das Wasser ebenfalls mit elektrischer Energie. Auf eine Waschmaschine kann im Gegensatz zu einem Trockner niemand verzichten, dennoch lässt sich Strom sparen: Umso stärker die Maschine das Wasser aufheizt, desto mehr Energie wendet sie auf. Verbraucher sollten keine übertrieben hohen Temperaturen einstellen. Bei leicht verschmutzter Wäsche genügen 30 bis 40 Grad, bei Bettwäsche und ähnlichem 60 Grad. Der Kochwaschgang mit 90 Grad ist im Regelfall überflüssig. Energiesparprogramme an neuen Waschmaschinen empfehlen sich: Sie waschen mit niedrigerer Temperatur länger, insgesamt ergibt sich eine Ersparnis.
  4. Ein Stand-by-Betrieb ist an vielen Geräten wie Drucker, Fernseher und CD-Player Standard. In diesem Betriebsstatus verbrauchen die Geräte kaum Strom. Auf das Jahr gesehen summiert sich dieser geringe Verbrauch aber zu einem überraschend hohen Wert, ohne dass ein konkreter Mehrwert vorliegt. Die Modelle steigern die Stromkosten, obwohl sie während des Stand-by-Betriebs keiner benutzt. Verbraucher sollten diese Geräte konsequent vom Stromnetz trennen. Mit einer Steckdosenleiste inklusive Aus- und An-Schalter erledigen sie das bequem, andernfalls ziehen sie den Stecker aus der Steckdose.
  5. Sowohl Mieter als ach Vermieter können Geld sparen durch einen Vergleich und Wechsel des Stromanbieters.

Smart Home: mehr Komfort, weniger Energieverbrauch

Zunehmend setzen sich Smart-Home-Lösungen durch: Diese Technologie verbindet unterschiedliche Komponenten der Haustechnik wie die Heizung, die Beleuchtung, Jalousien und Alarmanlagen. Nutzer steuern die Komponenten zentral, zum Beispiel über eine fest installierte Steuerung oder über ihr Smartphone. Smart Home ermöglicht nicht nur ein komfortables Leben, mit dieser Technik können Bewohner auch Energie sparen. Sie regulieren die Heizkörper zum Beispiel gezielter als mit Zeitschaltuhren. Wünschen sie bei der Ankunft eine warme Wohnung, drehen sie die Heizkörper kurz davor mittels Smartphone auf. Öffnen sie die Fenster, stellen sich die Heizkörper sofort ab. Nach dem Schließen der Fenster heizen sie das Zimmer wieder auf. Verbraucher können zudem die Beleuchtung mit Bewegungsmeldern koppeln. Die Lampen geben Licht, wenn sich jemand im Raum befindet. Smart Home bietet diese und viele weitere Optionen, um den Energieverbrauch zu senken. Selbst benötigt die Hardware kaum Energie.